geb. in Salzburg
1989-92 Studium der Geschichte und Philosophie an der FU – Berlin
1996 Studium der freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Dresden
2001 Diplom bei Prof. Hans Peter Adamski
2003 Meisterschüler bei Prof. Lutz Dammbeck
Stipendien/Preise/Förderungen
2002 Schloß Wiepersdorf Aufenthaltsstipendium der Kulturstifung Sachsen
2004 Kunstpreis Lingen (Nominierung)
2006 Projektförderung der Kulturstiftung Sachsen
2006 Projektförderung des Landes Salzburg / Projektförderung der Kulturstiftung Sachsen
2008 Projektförderung des Landes Salzburg / Projektförderung der Kulturstiftung Sachsen
2010 Aufenthaltsstipendium des Landes Salzburg in Paliano bei Rom / Projektförderung des Landes Salzburg
2012 Aufenthaltsstipendium des Landes Salzburg in Budapst
2013 Projektförderung der Stadt Salzburg
2014 Aufenthaltsstipendium der Stadt Salzburg in Meran
2021 Aufenthaltsstipendium des Landes Salzburg in Lviv (Lemberg)
Werke In öffentlichen und privaten Sammlungen
Sammlung der Stadt Salzburg, Sammlung des Landes Salzburg, Rupertinum Salzburg, Sammlung des BKK Wien, Sammlung der Stadt Melle, Kunstsammlung Neubrandenburg ; Sammlung Pohl, Sammlung Beisteiner, Sammlung Wagner
Filmarbeiten (u.a.)
2018 Colonna, Kurzfilm, 4K, 35 min.
2013 Dans la tête de l´artiste, Kurzfilm, Full HD, 15 min
2011 Verloren ist in mir, Kurzfilm, Full HD, 12 min
2008 Jenseits des Sees, Kurzfilm, 35 mm, 15 min
2001 Zero, Spielfilm, 35 mm, 75 min mit Frauke Menzinger
Ausstellungen (u.a.)
2025 „Wunden“, Kunsthalle Hilsbach, Kloster Göteschendorf
„in den Weiten“, Seeresidenz Seeshaupt
„IAFF“ Musikbrauerei Berlin
2024 „REAL“, Pavillon am Milchhof
„IAFF“, Musikbrauerei Berlin
2022 „RAI“ Amsterdam
2020 „lantschaft“, Kunstsammlung Neubrandenburg
„Natur“, Pavillon am Milchhof, Berlin
2019 „Filme“, Galerie Ursula Walter, Dresden
„lantschaft“, Galerie Alte Schule, Berlin
„Hofamanniana“, Galerie AG, Schwerin
2018 „Neue schwarze Romantik“, Kunsthaus Bregenz, Österreich
„COLONNA“, Filmpremiere und Ausstellung, Staatstheater Schwerin
„Neue schwarze Romantik“, Topicuv Salon, Prag, Tschechei
„Sommerfest“, Galerie AG, Friedrichshagen, Mecklenburg-Vorpommern
„Guiding Stars“, Galerie AG, Schwerin
2017 „Passeggiare“, Galerie der Stadt Salzburg
„Neue schwarze Romantik“, Museum der Künste, Bukarest, Rumänien
„face a face“, Lorient, Frankreich
„Neue schwarze Romantik“, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2016 Art Karlsruhe,
Kunst Rai- Amsterdam
„la vague desparate“, Pavillon am Milchhof, Berlin
„Liason“, Uferhallen, Berlin
2015 „Rom des Nordens, Rom des Südens“,
Galerie Mondrian Suite, Rom
Österreichisches Kulturforum, Budapest
„Eispalast“, Pavillon am Milchhof, Berlin
2014 „Lichtung 2“, Sammlung Pohl, Sylt;
„Komm in mein Boot“, Pavillon am Milchhof, Berlin;
„Berliner Salon“, Kunstverein Melle;
„Mitgebracht“, Cité des Arts, Paris;
„Schwerpunkt Malerei“, Palais Lichtenstein, Feldkirch;
2013 „Berliner Salon“, Kunsthaus Meiningen;
„In Situ-Ex Situ,“ Galerie Pro Arte, Hallein;
„Schwerpunkt Malerei“, Traklhaus, Salzburg;
2012 „Lichtung 1“, Sammlung Pohl, Sylt;
„Sommerhits“, Pavillon am Milchhof, Berlin;
„Kunstankäufe des Landes Salzburg 2010-2012“, Traklhaus, Salzburg;
2011 „Verloren ist in mir/Jenseits des Sees“, Galerie in der Getreidegasse, Salzburg;
2010 „Tatort“, Sammlung Beisteiner, Nussdorf am Attersee;
„An allem ist zu zweifeln“, Galerie im Kamphus, Kampen/Sylt;
2009 „45x16x6,6 m“ , Uferhallen, Berlin;
„Jenseits des Sees“, Museumspavillon, Salzburg;
2008 „Jenseits des Sees“, Galerie Baer, Dresden;
„Melle,“ Kunstverein Melle;
„Dort droben tobt ein Organ“, Filmfest Schwerin;
2007 „Randzonen“, Wall Galerie, Hamburg;
Kunstverein APEX, Göttingen;
„Parkhaus Recall“, Galerie Alte Schule Berlin;
2006 „Heimkino“, Kunsthalle Luckenwalde;
2005 Galerie Röhr-Jenschke, Berlin;
„Reservewelten“, Galerie Baer, Dresden;
„Faistauer Preis für Malerei“, Galerie im Traklhaus, Salzburg;
„Once Upon a Time in the West…“ , Kunstverein Soest;
2004 „Neue Heimat“, Maierhof/Kloster Benediktbeuern;
„Farbe +“, Kunsthaus Essen;
2003 Kunstverein Melle;
„Ganz in Weiß“, Galerie Weißer Elefant, Berlin;
2002 „Bewegung…tektonisch“ ,Galerie Anette Röhr, Osnabrück;
Galerie Capri, Berlin;
2001 „Kunststudenten stellen aus“, Bundeskunsthalle, Bonn;
Publikationen (u.a.)
2019 lantschaft, Galerie Alte Schule Adlershof, Kunstsammlungen Neubrandenburg
2017 Neue schwarze Romantik, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2013 Dans la tête de l’artiste, Galerie im Traklhaus/Palais Lichtenstein,
ISBN- 978-3-9503205-6-5
Mitgebracht, Galerie im Traklhaus
2012 Kunstankäufe des Landes 2010-2012, Galerie im Traklhaus
2011 Verloren ist in mir/Jenseits des Sees, incl. DVD, Sammlung Beisteiner,
moonfilm Gmbh, Kerber Verlag, ISBN 9783-86678-513-7
2010 An allem ist zu zweifeln, mit einer Novelle von Oliver M.Pohl,
Galerie im Kamphus, Kampen/Sylt,
Parkwart Verlag, ISBN 978-3-00-031760-6
2008 Dort droben tobt ein Organ, Katalog zum Filmfest Schwerin
2007 Parkhaus-Recall, Galerie alte Schule, Berlin
Melle-Gesichter einer Stadt, Kunstverein Melle
2005 once upon a time in the west…, mit einer Erzählung
von Kai Schubert und Fotografien von Frauke Menzinger,
Kunstverein Soest, Parkwart Verlag, ISBN 3-00-016477-4
Faistauer Preis für Malerei, Galerie im Traklhaus
2004 Neue Heimat, Maierhof, Kloster Benediktbeuern
2003 Malerei, mit Texten von Axel Schöpp, Kunstverein Melle
Farbe +, Kunsthaus Essen
Besprechungen
u.a : Kunstforum, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt, Dresdner Neueste Nachrichten, Osnabrücke Zeitung, Göttinger Tageblatt, Schweriner Volkszeitung, Soester Anzeiger, Berliner Zeitung, Salzburger Nachrichten
Sujets kehren in Zeiten der krisenhaften Veränderung der Wahrnehmung zurück.
Berthold Bocks Landschaften sind im besten Falle Kraftkammern gegen eine nicht nur durch steigende Geschwindigkeit überhitzte Umgebung. Die Natur wird in seinen aktuellen Arbeiten wie in der ersten Romantik zu einem Sehnsuchtsort, zu einem Sinnbild für eine andere Welt.
Hierzu schrieb Asja Wolf:
„…Die Besonderheit in Bocks künstlerischem Schaffen besteht in der wechselseitigen Durch-dringung seiner Filme und Malereien. Die narrative Kraft seiner Bilder generiert zuweilen den Ausgangspunkt für die fantastischen Spiegelwelten seiner Filme, so wie Filmstills zu Motiven der Malerei werden können …Die 2017 von Christoph Tannert kuratierte Ausstellung
Neue Schwarzen Romantik schlug die Brücke des Epochenbegriffs der Romantik in die Ge-genwart der bildenden Kunst. Die Renaissance jener Geisteshaltung, die sich von der Ro-mantik über den Symbolismus bis in den Surrealismus hinein erstreckte, beschreibt mit ihrer erneuten Hinwendung zum Irrationalen die Sehnsucht nach einer Entschleunigung im globa-len Weltgefüge. Als Vertreter dieser Spielart der Romantik entführt uns Bock in aufgeladene Stimmungslandschaften.
Diese metaphorischen Bedeutungsträger konfrontieren uns mit weit existentielleren Fragen als ihre romantische Anmutung bei der flüchtigen Betrachtung vermuten lässt. Interessant ist die augenscheinliche Anachronie der Genese seiner Sujets.
Zu Beginn seines Werks finden sich hauptsächlich abstrahierende bis abstrakte Malereien im touchistischen Stil. In den 2000er Jahren entstehen kühle Fassaden moderner Luxus-Town-houses als Spiegel einer zunehmenden Beziehungslosigkeit in unserer Gesellschaft. Ebenso beschäftigt er sich mit abstrahierenden Porträts in der sachlichen Manier eines Alex Katz. Das Ausloten der Möglichkeiten der Malerei kulminiert aktuell in der Poesie ursprünglicher Naturerfahrung. Die Direktheit seiner aktuellen Arbeiten bis hin zum provozierenden Pathos stellt gewissermaßen den Gegenpol zum Bad Painting dar. Wer die Resultate dieser de-monstrativen Verweigerung etablierter Geschmackserwartungen goutieren will, braucht, um eine Formulierung Susan Sontags aufzugreifen, einen ‚guten Geschmack des schlechten Ge-schmacks‘.` Den brauchen wir bei Berthold Bock nicht und das tut gut. Das abstrakte Denken bereitet nicht mehr so viele Schmerzen. Mit dieser Feststellung verweist Peter Lang auf den mutigen Verzicht distanzierender Chiffrierung in Bocks Malerei. Bei der Betrachtung seiner Bilder kehrt Stille ein. Vielleicht sogar ein bisschen Ehrfurcht, die das Erleben der in Malerei verdichteter Schönheit vor dem Hintergrund ihrer Zerbrechlichkeit einfordert.
Christoph Tannert erfasst diesen Zustand als Gleichzeitigkeit einer ungreifbaren Bedrückung und Atmosphäre der Geborgenheit.“
